Buenos Aires (Argentinien)

Während vier Tagen erkunden wir die 3,5 Millionenstadt und ihre verschiedenen Viertel zu Fuss, per Bus, Metro und Taxi. Uns begeistern die lebhaften Fussgängerzonen, die farbenfrohen Gebäude und der Tango in allen Variationen.

Route: Recoleta,  Center, San Telmo, La Boca, Puerto Madero 

 

Hardrock zum letzten (Recoleta)

In Colonia Sacramento Uruguay stellen wir Friedli auf den Campingplatz und nehmen die Schnellfähre über den 50 km breiten Rio de la Plata nach Buenos Aires. Unser Hotel befindet sich in Gehdistanz zur Fährstation und liegt mitten im historischen Zentrum. Betty freut sich schon lange, diese bunte Stadt kennen zu lernen. Noch keine 24 Stunden sind wir hier, und schon bekommt Beat auf der Strasse eine spontane Tangolektion. Wir machen uns zu Fuss auf den Weg nach Recoleta zum Friedhof, wo alle Persönlichkeiten, die in Argentinien Rang und Namen haben, begraben sind. Wir schlendern durch die Friedhofgassen inmitten der Marmor Prunkbauten, mit welchen den Leuten die letzte Ehre erwiesen wird. Dazwischen gibt es auch Gebäude, die schon etwas in die Jahre gekommen sind und für deren Unterhalt niemand mehr aufkommt. In der Nähe befindet sich auch das Hardrock Café, was Beat nutzt, um sich noch ein letztes Shirt vom südamerikanischen Kontinent zu erstehen.

 

Krisengeschütteltes Argentinien (Center)

Nach einem Erkundungsmarsch durch den alten Hafen von Madero erreichen wir gerade noch rechtzeitig, bei leichtem Nieselregen, den Startpunkt einer Free-Walkingtour durchs historische Zentrum. Neben den vielen historischen Gebäuden sind es immer wieder die Geschichten, welche unser Guide aus seinem Leben erzählt, die begeistern. So macht er auf die grosse Krise im Jahre 2002 aufmerksam. Zusammen mit seinem Vater stand er als acht jähriger Knabe auf der Plaza de 25 Mayo, gemeinsam mit ca. 60`000 Argentiniern in der Dunkelheit versammelt, um ihre Verzweiflung zum Ausdruck zu bringen. Der damalige Präsident hat dem bereits krisengeschüttelten Volk an jenem Morgen bekanntgegeben, dass ihr Geld, welches sich auf den Banken befindet, nicht mehr zu beziehen ist. Als die Situation zu entgleisen schien, musste der Präsident mit einem Helikopter vom Dach des Casa Rosada, wie das Regierungsgebäude genannt wird, in Sicherheit gebracht werden.

 

Trödlermarkt (San Telmo)

Am Sonntag früh treffen wir unsere Reisefreunde Hilu und Sigo und gehen gemeinsam zum Trödelmarkt im Bezirk San Telmo. Nebst all dem alten Zeugs, gibt es eine erstaunliche Vielfalt an handgefertigten Produkten, welchen die Frauen nur schlecht wiederstehen können. Vergebens halten wir Ausschau nach Tango tanzenden Strassen-künstlern, die bei diesem Wetter wohl lieber im Bett blieben. 

 

Bunt, bunter, am buntesten (La Boca) 

Bereits um 9 Uhr lassen wir uns mit einem Taxi in das älteste Stadtviertel chauffieren, wo wir während einer Stunde noch fast menschleer die bunten Häuser geniessen. Mit den Touristenströmen starten dann auch die Tanzeinlagen vor den Restaurants, welche uns schon mal einstimmen auf unser heutiges Abendprogramm. Doch zuvor wechseln wir das Quartier und gehen noch mit einer Free Walking Tour in Palermo auf Graffitisuche. Hierbei erfahren wir, wie sich dieses einst ärmste Gebiet zu einem der teuersten und angesagtesten Gebiet in der Stadt entwickelt hat. Die Graffiti halfen manch einem Argentinier über eine der unzähligen Krisen im Lande hinweg. 

 

Und sie tanzen einen Tango (Puerto Madero)

Mit den Einwanderern kam der Tango aus Europa nach Südamerika. Für Buenos Aires ist der Tango heute das Markenzeichen, wie für Rio de Janeiro der Karneval. So buchen wir als Abschluss unseres Aufenthaltes ein Tangodinner im Hafen von Madero. Die moderne Lokalität liegt, wie der Name es verrät, direkt am Hafenbecken und bietet beim Nachtessen eine spektakuläre Sicht auf das Lichtermeer. Die zweistündige Tanzshow erzählt die Geschichte des Tangos und begeistert uns so, dass wir nach der Show gleich noch bis ein Uhr nachts eine Tanzstunde für Einsteiger belegen. 

Mit diesem tollen Erlebniss verabschieden wir uns nach vier Tagen von der Grossstadt, um wieder mit der Fähre zurück nach Uruguay zu Friedli zu gehen.  

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