Rio de Janeiro (Brasilien)

Ein grosser Traum geht in Erfüllung. Mit Friedli an der Copacabana entlang in die Grossstadt Rio de Janeiro fahren. Vom Zuckerhut und dem Corcovado die Aussicht geniessen, durch die Stadt bummeln, Caipirinha an der Copacabana schlürfen und als krönenden Abschluss das WM-Fussballspiel Schweiz-Brasilien auf einer Grossleinwand verfolgen.

Route: Zuckerhut, Copacabana, Christus-Statue, Olympia Boulevard, Santa Theresa, Innenstadt, Ipanema, Parque Maua,

 

Rio, wir kommen (Rio de Janeiro)

Sollen wir nach Rio oder nicht? Negative Schlagzeilen bezüglich Gewaltverbrechen stehen durchwegs positiven Reiseberichten von anderen Reisenden gegenüber. Wie immer in solchen Situationen, wollen wir es mit unseren eigenen Augen sehen. Und schon fahren wir auf einer vierspurigen Schnellstrasse Richtung Rio und biegen ein in die Küstenstrasse entlang der Copacabana. Ein vom Militär bewachter Parkplatz neben der Gondelbahn zum Zuckerhut dient uns als sichere Basis. Wir schauen uns an und können es kaum fassen, wir sind in Rio, und das mit unserem eigenen Fahrzeug. Vom Bett aus haben wir direkten Blick auf den Zuckerhut und stehen am Sandstrand von Vermelha mit grossen Palmen. Wir sind einfach überwältigt.

 

Sonnenauf- und Untergang (Zuckerhut)

Der Himmel ist blau und die Sonne scheint. So machen wir uns gleich auf zur Luftseilbahn, welche uns auf den Zuckerhut bringt. Hier geniessen wir eine faszinierende Rundumsicht, während die Sonne die Christusstatue auf der gegenüber liegenden Seite langsam in rötlichen Himmel hüllt. Erst mit der einsetzenden Dunkelheit wird die Grösse der Stadt durch das Lichtermeer, welches uns entgegen strahlt, richtig ersichtlich. Wir tun es den Cariocas gleich und geniessen die Aussicht bei einem Caipirinha.

Als wäre das nicht schon genug des Guten, werden wir von einem traumhaften Sonnenaufgang mit Blick auf den Zuckerhut geweckt, während am Strand viele Fitnesstrainer ihre Dienste für Sportler anbieten.

 

Bikini-Aussichten... (Copacabana)

Mit dem Bus machen wir uns auf den Weg ins Zentrum, um von da aus gleich per Zahnradbahn auf den höchsten Aussichtspunkt Rios, den Corcovado, zu gelangen.

Hier teilen wir uns die Plattform mit Duzenden von Selfie knipsenden Touristen, welche sich sogar vor der Christusstatue auf den Boden legen und diese zum ein milliardsten Mal ins Internet stellen. Die Aussicht ist schlicht grandios. Von hier aus sieht man gut, wie sich Rio an die unzähligen Hügel schmiegt und durch einen Fluss getrennt wird.

Anschliessend geht es direkt mit dem Bus an die berühmt berüchtigte Copacabana. Bei Sonnenschein herrscht ein lustiges Treiben. Sportler stählen ihre Bodys zu Wasser oder im Sand, Damen räkeln sich in der Sonne, und jede Menge Strassenverkäufer versuchen, ihre Ware an den Mann oder die Frau zu bringen. Wir staunen über die selbstbewusste Kleiderwahl der Brasilianerinnen. Egal, welche Kleidergrösse sie benötigen, das Motto lautet einfach; je weniger Stoff, desto besser. Zum Abschluss eines eindrucksvollen Tages verköstigen wir uns in einer Churasceria. Hier gibt es ein leckeres Buffet, und das Fleisch wird von den Kellnern am Spiess oder auf Wägelchen gleich an den Tisch gebracht, und davon so viel das Herz begehrt oder der Magen verträgt.

 

Boogie-Tour (Santa Theresa)          

Riesige Grafiti zieren alte Lagerhallen entlang dem Pier. Diese wurden für die olympischen Sommerspiele 2014 erstellt und sind sehr beeindruckend. So starten wir unsere City Tour und fahren anschliessend mit der uralten Bahn den Berg hoch ins Künstlerviertel Santa Theresa. Kaum ausgestiegen, wartet Dolores mit ihrem knallroten Buggy auf uns. Schwupps und schon sitzen wir in oder auf dem luftigen Gefährt und fahren die steilen und engen Strassen durchs Quartier. Unsere müden Füsse sind dankbar und Dolores versorgt uns auf Englisch mit Informationen. Als Abschluss steigen wir die 150 m lange Escalera Selaron runter. Diese bunte Treppe wurde von einem Künstler mit Fliesen aus aller Welt gestaltet.

 

Marketing ist alles (Copacabana)                                                  

Uns zieht es nochmals an die Copacabana. Diesmal machen wir eine Free-Walkingtour (Führung) und erfahren viel über die Geschichte dieses Strandes und sein Quartier. Seine Bekanntheit verdankt er dem Film „Flying to Rio“, welcher 1920 gedreht wurde. Das Unglaubliche daran ist, dass keine Sequenz des Films wirklich in Rio gedreht wurde und nicht ein einziger Schauspieler aus Brasilien stammte. Zu dieser Zeit war das Quartier inkl. Strand nur sehr schlecht zu Fuss oder mit dem Schiff erreichbar. Dasselbe gilt für die bekannten Steinmuster, welche den Boden der ganzen Strandpromenade zieren. Die Steine stammen aus Portugal und sind nach dem Vorbild von Lissabon nachgebildet. Der Grund dafür war praktischer Natur. Als die Portugiesen sich das Gold, Edelmetall und Holz aus Brasilien per Schiff nach Europa holten, beluden sie die Segelschiffe in Portugal mit eben diesen Steinen, damit ihre Schiffe seetauglich blieben, um nach Brasilien zu gelangen. Kein Mensch denkt beim Betrachten des Steinmusters an Lissabon. Dies spricht definitiv für die Vermarktung der weltbekannten Copacabana.         

 

Hopp Schwiiz (Parque Maua) 

Als krönenden Abschluss sehen wir uns das Fussball-WM-Spiel Brasilien Schweiz auf der Grossleinwand an, zusammen mit geschätzten 30`000 Brasilianern. Aus Sympathie kaufen wir uns Brasilien-Shirts und trafen dezent eine Sonnenbrille mit Schweizerkreuzen.  So können wir allfälligen Konfliktsituationen bei einem Sieg der Schweiz etwas vorbeugen. Die Stimmig ist ausgelassen und wir entdecken sogar einen Brasilianer mit dem Schweizer-Nati-Shirt. Die Leute tanzen und beim ersten Goal der Brasilianer wird gejubelt, und ein Hupkonzert hallt durch die Gassen. Die Stimmung bleibt auch beim Endstand von 1:1 friedlich, und wir verabschieden uns nach 7 einmaligen Tagen von Rio de Janeiro.        

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