Panama

Oh wie schön ist Panama. Wir wandern durch Regenwälder, geniessen tolle Abendstimmungen in den Bergen sowie am Meer, besichtigen den legendären Panamakanal  und verschiffen Friedli, welches nötig ist, da zwischen Panama und Kolumbien dem sogenannten Darien Gap ca. 90 km Strasse fehlen.   

Route: Route: David, Boquete, Hornito, Las Lajas, Chitré, El Valle, Nueva Gorgona, Panama City, Colón

  

Für unseren letzten Grenzübertritt in Mittelamerika machen wir uns bereits morgens um sechs auf den Weg und engagieren erstmals einen Grenzhelfer, da infolge des Nationalfeiertags von Costa Rica die Grenze ab ca. 9.00 Uhr wegen Festivitäten geschlossen wird. In einer Rekordzeit von nur einer Stunde reisen wir in Costa Rica aus und in Panama ein.

 

Es folgt eine Fahrt auf der zweispurigen Schnellstrasse Richtung David, wie wir dies seit Monaten nicht mehr hatten. Einfach den fünften Gang einlegen und entspannt rollen lassen.  Uns zieht es in das etwas höher gelegene Boquete, welches mehrheitlich von pensionierten Amerikanern bewohnt wird, die hier steuergünstig ihren Lebensabend verbringen. Wir durchfahren Kaffeeplantagen, steile Gemüseanbaugebiete, vorbei an Basaltsäulen bis zum Nationalparque Volcan Baru.

 

Auf über 1’700 MüM schlafen wir herrlich bei angenehm kühlen Temperaturen. Bei Sonnenaufgang starten wir eine Dschungelwanderung auf dem Senderos los Quetzales. Wir können auf dieser 6 stündigen Wanderung zwar keine Quetzales Vögel sehen, dafür vermehrt indigene Menschen, welche im ländlichen Gebiet Panamas leben und traditionelle Kleidung tragen. Da sie oft kein Spanisch sprechen  und eher zurückhaltend auf uns reagieren, ist das Kommunizieren  schwierig.

 

Etwas südlicher in Hornita werden wir hingegen von Monica, einer ausgewanderten Schweizerin, auf ihrer Finca herzlich begrüsst. Die Aussicht von unserem Stellplatz ist grandios. Wir fühlen uns fast wie im Flugzeug mit direkter Sicht auf die vorgelagerten Inseln im Pazifik, zum 3474 m hohen Vulkan Baru und aufs Wolkenmeer.

 

Unter dem Motto "Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein", geniessen wir zwei Nächte, wandern im Finka eigenen Regenwald, pflücken frische Orangen und werden mit frischen Kürbissen, Kohlräbli sowie Salat von Monica verwöhnt. An dieser Stelle nochmals ein grosses Dankeschön an Monica für die tolle Zeit bei Dir.

 

An der Playa las Lachas treffen wir seit längerem wieder mal eine Overlanderfamilie, welche aus Brasilien kommt und auf der Panamericana von Süden her unterwegs ist. Bei einem Lagerfeuer am Strand, tauschen wir unsere gesammelten Erfahrungen aus. Gerne wären wir noch geblieben, doch Friedlis Verschiffung von Panama nach Kolumbien ist gebucht, und so müssen wir weiter Richtung Panama City.

 

Normalerweise ist die Panamericana durch Panama unspektakulär. Wäre da nicht eine 160 Kilometer lange Baustelle! Gerade wurde die in die Jahre gekommene Betonplatenstrasse von zwei auf vier Spuren ausgebaut und mit einem feinen Teerbelag überzogen. Wir müssen immer wieder die Spuren wechseln und an hunderten von Baumaschinen vorbei fahren.

 

Unseren letzten Stopp vor Panama City legen wir in Nueva Gorgona ein. Kaum halten wir am Malibubeach an, werden wir von einem Amerikaner angesprochen, der uns ganz spontan anbietet, auf seinem Grundstück direkt am Meer zu übernachten. Dies nehmen  wir dankend an und beginnen mit ersten Vorbereitungsarbeiten zum Verschiffen. Die Wellen vom Pazifik sind hier manchmal so heftig, dass Vibrationen selbst im Friedli spürbar sind. Kurz vor Erreichen von Panama City waschen wir Friedli gründlich und sehen uns die Schleusen des legendären Panamakanals Miraflor an.

 

Wie erwartet, treffen wir auf dem Stellplatz in der Stadt gleich auf mehrere Overlander.

Ein Ehepaar aus Frankreich haben wir bereits in Alaska auf dem Dalton Highway getroffen. Schnell stellen wir fest, dass alle am Montag mit dem Verschiffungsprozess starten und die Fahrzeuge mit dem gleichen Schiff von Panama nach Kolumbien fahren. So gehen wir gemeinsam die etwas langwierigen, in unseren Augen nicht unbedingt effizienten,  Abläufe an.

 

Es bleibt noch Zeit für eine Besichtigung der Altstadt und eine Fahrt auf der neu gebauten Rundstrasse, welche rund um die Altstadt im Meer verläuft.

 

Einen ganzen Tag benötigen wir im Hafengelände Manzanilla von Colón bis alle Fahrzeuge die nötigen Schritte durchlaufen und wir uns von ihnen für eine Woche verabschiedet haben.

Als krönenden Abschluss unseres Panama City Aufenthalts verbringen wir einen Abend bei Baselbietern, welche im 28. Stockwerk eines Hochhauses mit Blick auf die Skyline wohnen und können nur bestätigen, was Janosch bereits im gleichnamigen Kinderbuch feststellte: Oh wie schön ist Panama... 

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